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Interdis. (Be-)Handeln in palliativen Situationen

Die ärztliche, therapeutische und pflegerische Arbeit mit Menschen in palliativen Situationen ist vielmehr eine Haltung, als ein Konzept oder eine bestimmte Methode. Jeder Mensch / Patient ist in diesem Fall die Ausnahme. Die Ziele sind völlig anders als bei Patienten mit der Chance auf Heilung oder Besserung und immer wieder neu zu definieren. Die Begleitung versteht sich eingebettet in ein Zusammenspiel mit allen Fachdisziplinen und deren jeweiligen Behandlungszielen und die Aufgaben dieses „ Ummantelns“ des Patienten, liegen bestmöglich ausgerichtet nach dessen Persönlichkeit, seinen Wünschen und seinen Bedürfnissen, die ebenfalls im Verlauf der Erkrankung großen Veränderungen unterliegen können.

„ Pflege das Leben, wo immer Du es antriffst“. Dieser Satz von Cicely Saunders gibt bereits vor, dass wir uns mit unserem Tun oder Lassen im Rahmen unserer Angebote von Therapie, Pflege und Versorgung an Personen richten, die im Leben und im Lebendig sein noch gepflegt und umsorgt werden wollen und denen eine funktionierende multiprofessionelle Begleitung eine große Hilfe sein kann. Lebensqualität, wie immer diese auch im Einzelfall zu definieren ist, ist ein Anrecht jedes Menschen.

Dieses Seminar richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die bereits mit Menschen in palliativen Situationen arbeiten oder gearbeitet haben und sich austauschen möchten. Aber auch an solche, die sich darauf vorbereiten und damit auseinandersetzen wollen, auch am Ende der Wegstrecke sinnvoll und patientenorientiert zu (be-)handeln oder sinnvoll zu unterlassen und umzudenken ,wenn es dem Patienten nicht mehr qualitativ hilft oder die Situation neue Aspekte vorgibt.

In logopädischen Praxen melden sich Menschen an, die an Erkrankungen wie ALS, Chorea Huntington, MS, PSP und anderen schweren neurologischen Erkrankungen leiden. Es kommen Patienten die Rezidive einer Krebserkrankung erleben oder sich immer weiter verschlechtern, weil die Erkrankung hochgradig progredient verläuft. Im Akuthaus kommen Fälle auf uns zu, bei denen sich ein Mensch am Ende des Lebens befindet. Es stellt sich die Frage: Kann es professionell sein, einen Patienten anzunehmen, solange noch Ziele in Sicht sind und mit der Therapie aufzuhören, wenn ein kurativer Verlauf ausgeschlossen ist? Wie verstehen wir uns hier in unserem Selbstbild als Therapeut/in?
Wir richten uns an Kolleginnen und Kollegen, die erfahren wollen wie eine Begleitung und das Zusammenwirken im Team bzw. eine Vernetzung aussehen kann z.B. SAPV, AAPV und Therapie. Im Rahmen von Workshops und Kleingruppenarbeit und anhand von authentischen Fallbeispielen werden den TN Möglichkeiten aufgezeigt und gemeinsam erarbeitet. Aber auch gezeigt, wie unterschiedlich z.B. die logopädische Handlungsweise aussehen kann. Gleichzeitig werden Tipps, Methoden und Übungen vorgestellt, die beispielsweise bei Luftnot, Atemnot und Panik, Borkenbildung / Xerostonie / painfull mouth, mangelndem Speichelschluck, Stillen von oralen Bedürfnissen/ Wunsch nach Schmecken/Essen trotz Dysphagie Einsatz finden können.

Grundsätzlich sollen die TN erfahren, dass man in dieser Arbeit niemals alleine ist, dass man seine Grenzen spüren darf und dass jede/r schon eine Menge Möglichkeiten im professionellen Gepäck hat, um die Lebensqualität eines Palliativpatienten wirklich sinnvoll zu unterstützen.

Nach diesem Seminar sollen die TN genauere Vorstellungen über die Hospizbewegung und den Begriff Palliative Versorgung haben und definieren können welche Haltung sie selbst dazu einnehmen und im Berufsalltag leben können.

 

Zielgruppe

Fortbildungspunkte

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ReferentIn

Christine Neukäfer Christine Neukäufer ist Master für Palliative Care und Organisations-Ethik, Leitende Koordinatorin AAPV (Allgemeine ambulante palliative Versorgung = ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdien...

Annette Vogt Annette Vogt ist seit 1995 Logopädin , selbständige Logopädin seit 2006 mit eigener Praxis ,enge Kooperationstätigkeiten in einem Akuthaus, Altenpflegeheimen ,einem psychiatrischen Pflegeheim und k...

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Termin

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Veranstaltungsort

Hotel Hofgut Hohenkarpfen Das Drei-Sterne-Hotel "Hofgut Hohenkarpfen" auf der Baar Hochebene zwischen Tuttlingen, Villingen-Schwenningen und Spaichingen bietet vor inspirierender Naturkulisse kultivierte Ambiente und Grundl...

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Kosten

Die Seminargebühr beträgt 305,- € inkl. MwSt.

Im Preis enthalten sind: Tagungsgetränke, Kaffeepausen/Snacks, ein warmes Mittagessen, umfangreiches Script

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Anmeldeschluss

Freitag, 16. Februar 2018

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Teilnahme-Bedingungen Bitte melden Sie sich vor Überweisung der Seminargebühr per Formular beim jeweiligen Seminar unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Adresse und Telefon bei uns an.

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Anmeldung Seminar

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